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Zukunftsmusik #dbw15

DBW-2015-Herbst-FB

Diabetes im Jahr 2025

Tja, wie wird die Technologie in zehn Jahren sein? Eine Frage, die immer wieder auftaucht. Neben dem üblichen „Es gibt etwas, was sich statt mir kümmert“-Wunsch (Artificial Panreas, Heilung, auf Mäuserücken gezüchtete Ersatzorgane…) hoffe ich auf einfachere Technik. Ein Anfang wäre der Import meiner Daten auf den Mac (scheint bei Accu Chek nicht wirklich möglich). Mir würde es hier schon reichen, wenn ich die Daten als Excel-Datei exportieren könnte. Das hätte zusätzlich den Vorteil, dass ich mir die Graphen selbst gestalten könnte. Hier hoffe ich also auf mehr Offenheit. Kann doch nicht so schwer sein, per USB einen Excel-Export zu ermöglichen, oder?

Sonst wünsche ich mir, eine Setzhilfe, die genau so einen leichten Druck benötigt, wie die Stechhilfe. Die benötigte Kraft ist für meine Anforderungen zu hoch (nicht weil ich schwache Muskeln, sondern einen schwachen Geist habe). Oder aber eine elektrische, in den Katheter integrierte, die ich vom Messgerät aus fernsteuern kann.

Das nächste ist eine Patchpumpe mit Knöpfen – kommt euch bekannt vor? Nenne ich gefühlt auch schon zum hundersten Mal. Soll ja helfen… („Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden muss“ 😉 )

Im Prinzip hoffe ich darauf, dass die Hersteller mehr Quervernetzung ermöglichen. Dazu muss einheitlicher gerechnet/benannt werden und ein Standard für Übertragung und was weiß ich noch her. Aber ich fänd es zum Beispiel grandios, wenn ich die Pumpe von Accu Chek mit einem Testgerät von Ypsomed steuern könnte (ich weiß, dass ich beides nutzen kann, aber sie kommunizieren nicht miteinander, ein weiteres Feature, auf das ich keinesfalls verzichten möchte).

Außerdem wird es möglich sein, dass sowohl die Hardware individuell gestaltet werden kann (austauschbare Cover in verschiedenen Designs, die ähnlich dem Handycover je nach Lust und Laune gewechselt werden können) als auch die Apps zur Tagebuchführung individualisierbar sind, hier können zum einen Daten ausgewählt werden, die man einzutragen wünscht, zum anderen kann man aber mit Hilfe eines kleinen Tools selbst Buttons gestalten für Dinge, die man wiederholt einträgt, so dass man hier Zeit sparen und selbst kreativ sein kann. (Wenn jemand diese Idee aufgreifen möchte, würde ich gerne erwähnt 😉 )

Ich denke, diese Dinge sind in spätestens 10 Jahren umsetzbar. Von Heilung und alllem anderen möchte ich erst hören, wenn es wirklich soweit ist. Bis dahin versuche ich, mit dem klarzukommen was es gibt und freue mich über jede Optimierung.

Was stellt ihr euch so vor?

Der #t1day in Berlin

Am Sonntag war es endlich soweit. Knapp 300 Menschen haben sich im Ramada-Hotel in der Nähe vom Alexanderplatz eingefunden, um Neues aus  Entwicklung und Forschung, von Erfahrungen anderer oder weiteren interessanten Themen bezüglich Typ 1 Diabetes zu erfahren.

Es gab ein straffes Programm mit jeder Menge interessanten Vorträgen. Was ich schade fand, war, dass durch die langen Schlangen bei der Registrierung erst mit einiger Verspätung angefangen werden konnte (ich kann verstehen, dass man nicht anfängt, wenn draußen noch 40 Menschen an der Registrierung stehen). Leider haben dann alle Referenten merklich ihre Vorträge gekürzt und es hat sich etwas Eile breit gemacht. Ein Hinweis für die Besucher im nächsten Jahr: wenn 9.00 Uhr als Beginn auf dem Flyer steht, sollte man auch um 9.00 Uhr da sein (ich werde mir das selbst auch hinter die Ohren schreiben, ich war auch erst um kurz nach halb 10 da 😉 ). Sekt aus Eimern am Vorabend hat mich zu lange schlafen lassen.

Das Programm an sich war zu eindrucksvoll, als dass ich jetzt zu allen Punkten was schreiben kann oder möchte. Spannend fand ich den Vortrag über Diabetes Typ F, der mit einer relativ einfachen Studie gezeigt hat, dass sich die Angehörigen meist mehr Sorgen machen als die Diabetiker selbst. Und ich liebe das Bild, das zur Verdeutlichung verwendet wurde (ein völlig verschreckter Beifahrer in einem Rennwagen, der Fahrer wirkte sehr gelassen – leider finde ich es nicht im Netz). Auch die Berichte über die aktuelle Forschung waren für mich spannend, da ich – wenn ich ehrlich bin – gar nicht so genau wusste, was es so gibt und wo die grade bei sind (nicht, dass ich jetzt Spezialist wäre, aber ich weiß mehr als vorher). Als Resultat des Tages kann ich sagen, dass ich an ein paar Blog-Beiträgen rumdenke und hoffe, dass ich die zeitnah zustande bekomme, ein Thema entstammt einem Vortrag und ein Thema entstammt den Gesprächen in der Fokusgruppe (von der ich vorher keine Vorstellung hatte, was dort gemacht wird). Aber lasst euch überraschen.

Wie so oft und ganz gegenteilig zu dem T1Day, kommt der Knüller zum Schluss! Es gibt eine Diabeteskampagne! Ich werde natürlich auch mitmachen, bin noch am überlegen, ob ich es bei einem belasse oder ob ich noch eine weitere Person auserkiese (das musste ich nachgucken, kannte nur die Vergangenheitsform). Also auch daraus werden noch Beiträge entstehen.
Aber hier erstmal der Film zur Kampagne:

Ich finde die Idee super! Also: Karte runterladen, Blutsbruder/-schwester schnappen und mitmachen!
Auf dem T1Day konnte man auch schon an einem Film zur Blutsbrüderschaft mitwirken, aber irgendwie hatte ich dazu keine Zeit:

Welt Diabetes Tag

Im November ist so einiges los. Es ist der Monat, der auf den Diabetes aufmerksam machen soll, der dazu genutzt werden soll, über Diabetes zu informieren und eventuell Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Außerdem ist auch wieder Movember, eine andere Aktion im November, die das Bewusstsein für Männergesundheit fördern will. Das zweite aber nur am Rande… geht hier ja schließlich um Diabetes 😉

Ich muss sagen, ich finde es irre, dass so viel passiert, ich bin dieses Jahr so richtig überrascht, was es alles gibt. Allerdings auch nur deswegen, weil ich mich erst seit diesem Jahr mal umgeschaut habe. Den Welt-Diabetes-Tag gibt es schon seit 1991 und 2006 wurde er der zweite offizielle Tag der UN, der einer Krankheit gewidmet ist (nach dem Welt-AIDS-Tag). Das Motto diesen Jahres lautet: „Gesundes Essen beginnt mit dem Frühstück“ – Pech für mich, denn ich kann morgens meistens nicht direkt was essen (es sei denn eine Hypo treibt mich aus dem Bett, aber dann achte ich nicht auf gesundes Frühstück).

Für den heutigen Tag sind einige Aktionen geplant, einige digital bzw. online andere durchaus auch im Real Life. Beispiele dafür sind:

diabetes-blog-Woche_WDT
(anklicken leitet zur Aktion weiter) Im September gab es bereits eine erfolgreiche Diabetes-Blog-Woche, in der jeden Tag zu einem Thema was geschrieben werden konnte. Ich hatte wirklich Spaß, jeden Tag bei den anderen Bloggern zu lesen. Zum Welt-Diabetes-Tag gibt es eine besondere Edition (siehe Logo): Dem Entdecker des Insulins – Frederick Banting – soll ein Brief geschrieben werden, um ihm zu berichten, was sich seit seiner Erfindung getan hat, wie sich das Leben der Diabetiker geändert hat, um ihm Fragen zu stellen oder was immer einem einfällt (ich hoffe nach wie vor, dass ich noch die zündende Idee bekomme).

Die DeDOC (Deutsche Diabetes Online Community) ruft auf zur Blogparade. Thema: „Hallo, ich bin … „
Ich finde der openBlog der dedoc ist super, weil jeder, der möchte einen Artikel schreiben kann. So muss man sich nicht selbst um einen eigenen Blog kümmern (und ich kenne das schlechte Gewissen, wenn man lange nicht schreibt) und kann dennoch seine Erfahrungen teilen.

Auf Twitter lohnt es sich sicher, #dedoc zu verfolgen, da wird heute sicher auch einiges zu lesen sein.

Toll finde ich auch, die blau beleuchteten Monumente, die heute Nacht überall auf der Welt zu finden sind (z.B. das Brandenburger Tor in Berlin oder das Holstentor in Lübeck)

So, und dann dürft ihr gespannt sein, ob hier heute auch noch mehr erscheint…