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52 Bücher, Woche 33

Das nächste Thema fiel mir schwer, ich hatte noch nie wirklich den Wunsch, zu sein wie jemand anderes. Sicher habe ich mir die ein oder andere Verhaltensweise abgeguckt und vereinzelte Eigenschaften von anderen hätte ich auch gerne, aber komplett so zu sein wie jemand anderes? – Hmm, nee … eigentlich nicht.

Aber der Reihe nach, das Thema lautete:

Bücher, die Euch von der Hauptfigur haben träumen lassen! Motto: Ich will so sein, wie er/sie.

Warten auf Oho von Robert Rankin: Eine herrlich skurrile Geschichte. Zunächst lernt man Icarus Smith kennen, der als Held der Geschichte vorgestellt wird, seines Zeichens Relokator. Das bedeutet nicht etwa, dass er ein Dieb ist – nein – ein Relokator nimmt von den einen, um den anderen zu geben. Icarus ist aufgrund eines Traumes zum Relokator geworden, er hatte geträumt, dass die Welt ein Puzzle ist, das von jemandem  mit Gewalt falsch zusammengesetzt wurde und er konnte die Welt in Ordnung bringen, indem er die Steinchen einzeln austauscht. Dabei geht es gar nicht um die Gerechtigkeit, dass alle Menschen gleich viel besitzen (das würde ja keinen Sinn machen, weil nach kurzer Zeit ein gewiefter Geschäftsmann mit einer cleveren Idee, den anderen die Anteile wieder verkleinern würde), der Besitz muss nur umgeschichtet werden (und das passiert ja sowieso, weil Leute Sachen verlieren, verschenken, vererben…). Das ist also Icarus. Die Geschichte läuft dann dahin, dass Gott gestorben ist und seine Frau („Eartha“, nach der die Erde benannt wurde) und sein Sohn sich um seinen Nachlass streiten bzw. geklärt werden muss, wer die Erde jetzt bekommt und ob Gott eines natürlichen Todes gestorben ist.
Wie eingangs geschrieben, will ich nicht sein, wie einer der Charaktere, aber ich mag Geschichten, die verquere Ideen haben. Und dementsprechend mag ich auch die Figuren in ihnen. Besonders dann, wenn sie so eigenartig (im genau genommenen Wortsinn) sind wie in dieser Geschichte. Was ich mag, sie sind besonders, einzigartig und ein wenig verrückt und das ist das, was ich vielleicht auch sein will. 😉

52 Bücher, Woche 32

Nun ja, dank des Fellmonsters hab ich noch bis Anfang Januar Zeit, all die Themen nachzuholen. Die Bücher stehen soweit (fast alle) fest, jetzt nur noch „eben“ die Artikel dazu schreiben. 🙂

Ich weiß nicht genau, warum, aber ich kann die Themen nicht durcheinander bearbeiten… Wenn ich also zu einem Thema kein Buch habe, bekomme ich es irgendwie nicht hin, ein anderes Thema vorher zu bearbeiten. Klingt komisch, ist aber so. 😉

Das Thema zur Woche 32 lautete:

Buch für einen fiesen heißen Sommernachmittag ohne Klimaanlage

Dazu fällt mir wieder mal eine Geschichte ein, in der es sogar um ein Buch geht. Ich war damals sechs Jahre jung und ging noch in den Kindergarten (oder auch nicht, aber lest weiter). Eines schönen Morgens kam die beste Freundin meiner Mutter zum Frühstück, ich mochte diese Freundin auch damals schon sehr, also wollte ich natürlich viel lieber zu Hause bleiben und mit frühstücken (ich hatte natürlich Frühstück bekommen, aber das ist ja nicht das gleiche). Durfte ich aber nicht, ich musste also in den Kindergarten gehen. Der war gleich bei uns um die Ecke und so konnte ich diesen Weg durchaus alleine gehen. Unterwegs kam ich immer am kleinen Wäldchen vorbei (in dem es sich auch wunderbar spielen ließ) und an diesem Morgen hatte ich sowas von keine Lust, dass ich mir eine Kiefer (oder Fichte oder einen anderen Nadelbaum aus dem Wald) gesucht habe, sie zu meiner Freundin ernannt habe und den ganzen Tag bei ihr bleiben wollte. (Ziemlich langweilige Vorstellung, wenn ich heute so darüber nachdenke.) Was ich nicht bedacht habe: Ich stand am Rand des Wäldchens… daneben haben Leute gewohnt… und eine aufmerksame Dame hat mich entdeckt, beobachtet und im Kindergarten angerufen… Nun ja, daraufhin haben die mich natürlich abgeholt und meine Mutter angerufen. Ich erinnere mich noch genau daran, dass mir „zum warm werden“ eine Geschichte vorgelesen werden sollte. Ich habe mir „Lars, der kleine Eisbär“ ausgesucht und fand die Geschichte wirklich spannend, als plötzlich das Vorlesen unterbrochen wurde, um mich zu fragen, ob mir denn da wohl warm werden könnte, es ginge ja schließlich um Eisbären. Das konnte ich gar nicht verstehen (ich saß ja schließlich warm in eine Decke eingepackt auf dem Schoß der Kindergärtnerin) und fand es unlogisch, für diese Frage die Geschichte zu unterbrechen. An großen Ärger erinnere ich mich nicht, Mama kam mich natürlich abholen, aber die Freundin war da glaub ich schon nicht mehr da…

Aufgrund der Frage der Erzieherin komme ich zu dem Schluss, dass Bücher, die Eis, Eisbären oder kaltes Wasser erwähnen, perfekte Literatur für fiese heiße Sommernachmittage ohne Klimaanlage sind. 😉

52 Bücher, Woche 31

Soo, nun hab ich auch endlich einen Einfall für das Thema der 31ten Woche des Buchprojekts. Ich weiß auch nicht, aber irgendwie fällt es mir schwer, die Artikel in nicht-chronologischer Reihenfolge vorzuschreiben. Gar nicht mal so bewusst, aber ich hatte die Artikel bis Woche 30 fast an einem Nachmittag geschrieben und dann so peu à peu veröffentlicht. Für Woche 31 konnte ich mich bis heute nicht entscheiden, welches Buch ich nenne, bei Themen von „späteren Wochen“ habe ich schon Bücher stehen und Ideen und so, aber noch kein Wort dazu geschrieben… Aber wie gesagt, das passierte unbewusst (vielleicht hat das doch mit meinem Sternzeichen zu tun 😀 ). Also das Thema lautet:

Mein peinlichstes Buch… eine Schmonzette, oder eine Berlusconi-Biographie oder… ein B*ckbuch.. so was eben..

Die Jungfrau von Pinguin (vermutlich der Verlag?): Ein herrliches Buch, dass einem erzählt, was die Jungfrau macht, mag, nicht macht und nicht mag, mit wem sie eine Beziehung eingehen soll oder besser gesagt mit wem nicht (es scheint kein Sternzeichen zu geben, das zur Jungfrau passt *pfft*), außerdem kann man die typischen Charakterzüge, die Hosengröße, typische Haarfarbe und was weiß ich noch alles nachlesen. Ich muss ja sagen, dass mich dieser ganze Horrorskop-Kram eher peripher tangiert. Bestärkt wurde ich dadurch, dass es Versuche gibt, in denen die Probanten nach – keine Ahnung – Geburtstag, Geburtsort, damaliger Haarfarbe der Mutter, Schuhgröße des Vaters und sonstigen äußerst wichtigen Daten gefragt wurden, diese Daten wurden eingeschickt und von „professionellen“ Astrologen ausgewertet. So weit so gut, nun haben aber die Tester die Texte vermischt, so dass keiner „seinen“ Text hatte und -oh Wunder- alle haben sich in dem gelesenen Text wieder erkannt. Ein sehr eindrückliches Beispiel für die Allgemeinhaltung der Aussagen in solchen Schriften. Um so peinlicher, dass mein Exemplar immer noch bei mir im Schrank steht. 😉

52 Bücher, Woche 30

Das Thema

Es war eine dunkle und stürmische Nacht

ist ja für das derzeitige (norddeutsche) Wetter nicht wirklich passend. Mag allerdings sein, dass es, als es aktuell war, besser passte 😉

Das Geheimnis der roten Villa von Cristina López Barrio: An dieses Buch bin ich eher durch Zufall gekommen. Ich bin da in diesem Verein, wo man vierteljährlich ein Buch kauft (man will ja schließlich irgendwann eine Privatbibliothek) und wenn man das vergisst, wird einem ein Buch zugeschickt. Dieses ist so ein automatisch verschicktes. Allerdings fand ich, dass sich die Rückseite gut anhörte, also hab ich es gelesen. Und das sogar sehr gerne. Es geht um eine Familie, die mit einem Fluch belegt ist. Die Frauen verlieben sich unsterblich, aber nach kurzer Zeit machen die Männer sich mehr oder weniger freiwillig aus dem Staub. Allerdings schaffen die Frauen es dennoch, schwanger zu werden und nur Mädchen zu bekommen. Es ist interessant zu verfolgen, wie unterschiedlich die Frauen (obwohl sie aus einer Familie stammen) mit dieser Situation umgehen. Die erste, mit der die Geschichte beginnt, kauft die rote Villa und eröffnet ein Bordell, eine andere versucht es mit tiefster Gläubigkeit.
Eine lineare Geschichte, die sich gut eignet für „einfach weglesen“. Die stürmische Nacht kommt natürlich auch vor, ich meine mich zu erinnern, dass eines der Mädchen während einer solchen Nacht geboren wird.

52 Bücher, Woche 29

Folgendes Thema ist für mich nicht ganz einfach:

Biographien

Die lese ich nämlich eigentlich gar nicht… Daher befinden sich auch nicht wirklich viele in meinem Buchfundus. Nach genauerem Hinsehen habe ich aber zwei gefunden, zu denen ich sogar ein bisschen was sagen kann.

Kleine Biographie von Dalí von Eduard Fornés und Pilarín Bayès: Ein Bilderbuch über das Leben von Salvador Dalí. Eigentlich befindet es sich nur in meinem Regal, weil ich in unserem Spanienurlaub so gefrustet war. Von unserem Urlaubsort aus haben meine Mutter und ich mehrere Tagestouren unternommen und eine davon war ganz und gar dem Künstler gewidmet. In Barcelona haben  wir das entsprechende Museum besucht und außerdem fuhr der Bus zu dem Haus, dass Dalí für seine Gala umgestaltet hat. Das Haus war sehr interessant und es gab so viele tolle Dinge zu entdecken (riesige Gemälde unter der Decke, die den Raum nach oben öffnen oder der Wohnzimmertisch, der den Blick in den eine Etage tiefer liegenden Stall des geliebten Pferdes ermöglichte). Ich hätte am liebsten 2 Filme verknipst, das wäre auch möglich gewesen, wenn der sch*** Fotoapparat mitgemacht hätte… Der hatte aber an diesem Tag beschlossen, seinerseits Urlaub zu machen… Neue Batterien waren drin… ein neuer Film auch… und am nächsten Tag funktionierte er auch wieder tadellos, aber halt da nicht. Deswegen mussten im Souvenier-Shop ein paar Postkarten und zwei Bücher gekauft werden. Die kleine Biographie war eines davon.

Meine Welt – Blind, taub und optimistisch von Helen Keller: Durch meine Mutter, die einige Zeit mit Blinden gearbeitet hat, kam ich mit der Blindenschrift in Kontakt (die kann man sehr gut als Geheimschrift verwenden). Das Lernen und Leben der Helen Keller zu erlesen war für mich auch wieder sehr spannend, weil es doch schwer nachvollziehbar ist, wie jemandem, der nicht sehen und hören kann etwas beigebracht wird und wie dieser Mensch zurecht kommt. Das Buch (erstmals 1908 erschienen) schafft es ganz gut, all diese Dinge zu beschreiben. Außerdem hatte ich das Glück, mir von meiner Mutter „erweiternde Infos“ holen zu können. Sie konnte dann noch ein paar Dinge erklären, die mir verdeutlicht haben, wie viel Geduld und Aufwand Lehrer und Lernender aufbringen müssen.
Helen Keller hat ihr Leben damit verbracht, dieses Verständnis weltweit ein wenig zu vergrößern, indem sie die Welt bereist und Vorträge gehalten hat…

52 Bücher, Woche 28

Auch zu diesem Thema fallen mir mehrere Bücher ein:

Bescheuerte Buchtitel

 

Bei einigen passt es, weil es darum geht, wie bescheuert manche Dinge sind, z.B.

Kein Alkohol an Fische unter 16 von Anne Nina Schmid und Rainer Dresen: In diesem Buch sind Paragraphen aus Gesetzen zitiert, die (wie am Titel zu erkennen) keinen Sinn machen. So ist es z.B. in New York verboten zu tanzen und ein anderes Land verbietet, beim Geschlechtsverkehr Schach zu spielen. Ich steh‘ auf so skurrile, sinnlose Sachen und könnte mich köstlich amüsieren.

Dann fällt mir aber noch der Untertitel eines Buches ein, der wirklich bescheuert ist, weil er einfach mal gar nicht passt:

Struwwelpeter oder lustige Geschichten und drollige Bilder von Heinrich Hoffmann: Wo sind die Geschichten denn bitte lustig? Da werden Daumen abgeschnitten, Kinder ertrinken in Flüssen oder verhungern… Ich habe dieses Büchlein, aber als Kind war es für mich eher ein „Staubfänger“ (ich hätte es damals wohl nicht so betitelt, aber gelesen hab ich es nicht…)

52 Bücher, Woche 27

Das Thema der Woche lautete:

Nationalsozialismus

Und das Buch, das ich dazu vorstellen möchte ist

Freundschaft für immer und ewig? von Tilde Michels: Ich fand das Thema als Kind und Jugendliche unheimlich spannend und habe daher einige Bücher dazu gelesen, allerdings meist Romane, keine Dokumentationen. Ich kann gar nicht genau sagen, warum das so war, weil ja meist doch eher traurige oder grausame Szenen Bestandteil dieser Bücher sind. Meine Wahl für dieses Thema traf ich, weil ich damit eine besondere Erinnerung verbinde. Aber erstmal zu dem Buch… Es geht um zwei Mädchen, die sich in der Schule kennenlernen und eine besondere Freundschaft aufbauen. Natürlich ist eines der Mädchen jüdisch und seine Situation wird im Laufe des Buches immer schwieriger. Daher wird natürlich auch die Freundschaft auf die Probe gestellt. Meine Erinnerung an die Geschichte reicht auch gar nicht weiter… Woran ich mich aber noch erinnere, ist, dass ich auch dieses Buch mit meiner Mutter gelesen habe. Das haben wir mit vielen Büchern gemacht. Meist lief es so, dass sie gekocht oder andere Sachen im Haushalt gemacht hat und ich habe ihr dabei vorgelesen. Das war immer eine sehr schöne Sache 🙂 Bei diesem Buch war es so, dass wir gegen Ende (Mama war gerade am Kochen) beide in der Küche waren und weinen mussten, weil das jüdische Mädchen plötzlich weg war und deutlich war, dass sie „abtransportiert“ worden war.